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HW-Sorpkat-Verfahren
HW-Conti-Sorpkat-Verfahren
HW-Conti-Sorpkat-Process
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Entsorgung von Ethylenoxid-Gas aus Gas-Sterilisatoren nach dem patentierten HW-Sorpkat- bzw. HW-Conti-Sorpkat-Verfahren
Verfahrensbeschreibung
Art und Wirkungsweise Weltweit neues, einfaches, umweltfreundliches erfindungsgemäßes
Verfahren. Wirkungsweise beruht auf physikalisch-chemischer Verfahrenskombination
mit gleichzeitiger Wirksamkeit von Adsorption, Absorption und säure-katalytischer
Umsetzung.
Bezogen auf die Wirkungsweise wird das Verfahren vom Erfinder als HW-Sorpkat-Verfahren
bezeichnet. Das gesundheitlich und umweltrelevant problematische Ethylenoxidgas
wird in umwelt-freundliches Ethylenglykol umgewandelt.
Einsatzbereiche
Schwerpunktmäßig insbesondere für Abgas-Entsorgungsanlagen von Gas-Sterilisatoren in Kliniken und Großsterilisationsanlagen einschl. Lohnsterilisatoren, sowie z.B. im weitreichenden Pharma-, Medizingeräte- und industriellen Bereich der medizinischen Einmalartikel- bzw. Lebensmittelhersteller.
Anwendungsbreite
Sehr weitreichend, umfaßt alle Abgasströme mit EO-Massenkonzentrationen von wenigen ppm bis ca. 1 Million ppm bzw. bis ca. 1.800 g/m3.
Praxisreife
Als Krankenhaus-Anlage ist das HW-Sorpkat-Verfahren
im Herz-Zentrum Bad Krozingen bereits seit Frühjahr 1991 bzw.
in erweiterter Verfahrensausführung als kplt. Anlage seit Dezember
1994 unter ständiger Betriebsüberwachung und laufenden amtl.
Überprüfungen mit bestem Praxiserfolg in Betrieb.
Seit April 1997 ist eine industriell genutzte Sorpkat-Anlage bei einem großen
Hersteller medizinischer Einmalgeräte, der Fa. Ohmeda in 94447 Plattling,
in Betrieb. Dort ist das Verfahren einem EO-Wäscher nachgeschaltet. Damit
ist es nun möglich, die geforderten Grenzwerte zuverlässig einzuhalten
bzw. sogar extrem zu unterschreiten. Dieses erste industrielle Projekt erhielt
finanzielle Unterstützung des zuständigen bayrischen Landesamtes
für Umweltschutz (LFU Bayern). Das Verfahren wird ständig weiterentwickelt.
Ein großer Schritt konnte 1998 gemacht werden. Das wichtigste Ziel dieser
Weiterentwicklung war die Aufhebung des bislang im Verfahrensablauf notwendigen
Regenerationsschrittes, um dadurch die kontinuierliche Entsorgung zu gewährleisten.
Daher trägt das weiterentwickelte Verfahren auch die Bezeichnung "HW-Conti-Sorpkat-Verfahren".
(Conti von dem engl. continuous = ununterbrochen)
Mit dem Erreichen dieses Ziels sind für den Betreiber wesentliche Vorteile, z.B. in den Bereichen Betriebs-Flexibilität, Service-Freundlichkeit sowie in der Überwachung der Anlagentechnik geschaffen worden, die zusätzlich positive Auswirkungen auf die ohnehin sehr geringen Betriebskosten bei gleichzeitig optimaler Effizienz haben. Der Prototyp dieses neuen "Conti-Sorpkat-Verfahrens" wurde im Juni 1998 wiederum im Herz-Zentrum Bad Krozingen in Betrieb genommen.
Eine industrielle Anlage diesen Typs wurde mit Erfolg im September 1998 bei der B. Braun Tochter ALMO in 34454 Bad Arolsen in Betrieb genommen und läuft seitdem zur besten Zufriedenheit des Betreibers. Auch hier ist die Anlage einem bei weitem nicht ausreichend effizienten Wäscher nachgeschaltet. Eine große Herausforderung war der gewünschte Drei-Schicht-Betrieb bei vier Sterilisatorkammern à 33 m3. Dies bedeutet, dass i.d.R. an 6 Tagen pro Woche 16 Kammern innerhalb von 24 h zu entsorgen sind.
Eine Anlage zur Vollentsorgung von Ethylenoxid direkt aus
der Sterilisatorkammer, d.h. ohne Vorbehandlung, wurde im August/September
1999 bei der B. Braun Medical AG in der Schweiz, einer Tochter des B. Braun
Melsungen Konzerns, in Betrieb genommen. Die jährlichen Betriebskosten
konnten von den bisher für die katalytische Verbrennung notwendigen 137.000
Schweizer Franken (SFR) auf nun 9.000 SFR reduziert werden!
Im Sommer 2000 erhielt B. Braun Medical AG für diese Anlage den begehrten
Schweizer Umweltpreis der Albert Köchlin Stiftung.
Dies ist ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Praxisreife.
Wirksamkeit
Optimale Ergebnisse, selbst bei EO-Massenkonzentrationen von ca. 1.800 g/m3. Im Reingas-Austritt der Anlage im Krankenhaus-Bereich liegt der Rest-Ethylenoxidgehalt sowohl bei der Anlage, die nach dem Sorpkat-Verfahren arbeitet, wie auch bei der weiterentwickelten Anlagentechnik nach dem Conti-Sorpkat-Verfahren selbst bei der Analyse mit modernsten gaschromatographischen Untersuchungsmethoden unterhalb der Nachweisgrenze, d.h. nicht mehr nachweisbare EO-Konzentrationen.
Damit wurde gleichzeitig ein "Neuer Stand der Technik" geschaffen!
Die Abnahmemessungen bei den industriell genutzten Anlagen durch amtliche Messstellen ergaben wiederum EO-Restwerte weit unterhalb des geforderten Grenzwertes.
Ökologische(r) und ökonomische(r) Umweltnutzen/Umweltrelevanz
Das neue Entsorgungsverfahren ist besonders effizient,
umweltfreundlich und energiesparend.
Bezogen auf den Krankenhaus-Bereich steht dem enorm niederen Energiebedarf
von, z.B. nur ca. 180 Watt beim Einsatz nach einer 110 l Sterilisatorkammer,
ein Energiebedarf für das vergleichsweise erforderliche kleinste Modell
eines EO-Katalysatorsystems von ca. 6.500 Watt gegenüber.
Übertragen auf den Industrie-Bereich sind die Einsparmöglichkeiten extrem, wie das o.g. Beispiel B. Braun Medical AG zeigt.
Daraus ergeben sich zum einen eine hohe Energieeinsparung mit daraus abzuleitenden besonders kurzen Amortisationszeiten für Investitionskosten sowie zum anderen der nahezu völlige Wegfall der bei der katalytischen Verbrennung zwangsläufig anfallenden erheblichen umweltbelastenden Abgas-Emissionen in Form von z. B. CO2, CO, NOx, Abwärme etc..
Darüber hinaus kann das bei dem HW-Sorpkat- bzw. Conti-Sorpkat-Verfahren anfallende Ethylenglykol im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes einer stofflichen Wiederverwendung, z.B. im Kläranlagen-, Gewerbe- oder Industriebereich, zugeführt werden.
Lebensdauer, Sicherheitsaspekte
Die bisherigen langjährigen Praxisergebnisse zeigen,
z.B. im Vergleich mit katalytischen Verbrennungssystemen, eine erheblich
längere Verwendungs- bzw. Lebensdauer des eingesetzten Spezial-Sorptionsmaterials.
Die Lebensdauer der Katalysatorzellen bei den katalytischen Verbrennungssystemen
beträgt lt. Herstellerangaben max. ca. 4 Jahre.
Aufgrund besonderer konstruktiver und verfahrenstechnischer Auslegungen
kann aus sicherheitstechnischer Anwendungsperspektive eine Gefährdung
durch z.B. unkontrollierte chemische oder physikalische Reaktionen ausgeschlossen
werden.
Ausschau
Mit dem innovativen HW-Sorpkat-Verfahren, wie auch dem weiterentwickelten HW-Conti-Sorpkat-Verfahren werden durch eine Kombination einfacher, aber optimaler Verfahrensschritte besonders vorteilhafte ökologische und ökonomische Einsparpotentiale erschlossen. Die Verfahren tragen daher in besonders positiver Weise zu einer nachhaltigen Verbes-serung der Entsorgung gesundheits- und umweltrelevanter Gefahr- und Problemstoffe bei gleichzeitiger Wiederverwendbarkeit des entstehenden Wertstoffs Ethylenglykol bei. Um diese umweltrelevante innovative Erfindung zum bestmöglichen ökologischen und ökonomischen Nutzen baldmöglichst vielen potentiellen Anwendern zur Verfügung stellen zu können, erfolgt international die Markteinführung. Durch die erwiesene Praxisreife erfolgt die weitreichende Umsetzung sowohl im Krankenhausbereich wie auch im großtechnischen Bereich gewerblicher und industrieller Begasungseinrichtungen sowie in der chemischen Industrie und in sonstigen Bereichen in denen mit EO umgegangen wird.
Die Verfahren sind international patentiert.
Stand: 01/01
ENVIRON GmbH Daniel Wenzler Dipl.-Wirt.Ing. VDI Hartheimer Straße 10, 79427 Eschbach, Tel. 07634/552 553, Fax 07634/55 15 39, eMail environ-gmbh@t-online.de


